Dienstag, 22. November 2016

Weihnachtskleid Sew Along Teil 2

Heute führt uns Yvonne auf dem MMM Blog durch den Teil des SA  in dem wir, wenn's optimal läuft, sagen können
- Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden, den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch super dazu.
Ich sage mal so: Ich habe einen Stoff gefunden, den ich mag und  den ich schon mehrfach verarbeitet habe.
Den Viscose Gabardine vom roten Faden . Dieser Stoff hat einen schönen schweren Fall und lässt sich relativ problemlos verarbeiten. O.k., Bügeln hasst er. Was beim anschliessenden Tragen und Pflegen ein Segen ist kann sich beim Nähen ( Reverskragen, Falten) als böse Falle erweisen.
Da ich mich aber tatsächlich für den heimlichen Favoritenschnitt entschieden habe, sehe ich jetzt nicht so den aboluten "Bügeln muss" Zwang:



Prinzessnähte vorn und hinten und jeweils 2 Abnäher sollten auch so zu bändigen sein.
Noch ein kurzer Abriss, warum ich mich gegen die anderen Schnitte entschieden habe:
Das Burda Shift Kleid - ich mag diese Art Kleider sooo gern, aber ich weiß inzwischen, dass sie kurvigeren Frauen deutlich besser stehen. Lass ich dann besser die Finger davon.
Das Knip Bequemkleid -  ein Blick auf die Schnittzeichnung und die Erkenntnis, dass ich da nix verstehen würde, was nun womit wann zusammengenäht werden soll...


Ach so, ja, ihr möchtet den Stoff nun auch sehen?
Bitte sehr.


Ach, die Farbe kommt euch bekannt vor? Ihr habt Argusaugen. Ja, es ist exakt die gleiche Farbe wie beim Weihnachtskleid von 2011. " Cassis" fand ich damals schon lecker...
Nun hoffe ich, dass mein Stöffchen und der Schnitt sich auch mögen.
Dazu gibt's dann mehr am 4.12., wenn es um folgende Themen geht

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.


Nun bin ich sehr gespannt, wofür sich meine Weihnachtskleidpartnerin und ihr euch entschieden habt.Alles nachzulesen auf dem MMM Blog. 

Mittwoch, 26. Oktober 2016

MMM am 26.10.

Schon letzte Woche wollte ich zeigen, was ich heute trage ( und eigentlich schon auch die Tage davor):


 Trotz Aufhellens : Schwarz und dunkle Farben lassen sich jetzt wieder schwer einfangen. Also am nächsten Tag nochmal probiert. Anderes Zimmer, neues Glück.

 

Ok. Man kann nun zumindest sehen, dass es sich um einen Hosenrock handelt...
Nachdem ich diesen hier wirklich sehr gern getragen habe wollte ich unbedingt eine herbstlichere Version.
Auf dem Markt wurden Wiebke und ich fündig und kauften den gleichen wolligen Stoff.
Eigentlich wollte ich die Girl Friday Culotte ausprobieren, die Lucy mir wärmstens an Herz gelegt hatte. Nun sollte es aber fix gehen, weil das Wetter hier inzwischen so richtig üsselig geworden ist. Also auf den bewährten Schnitt "Caro" von Schnittchen zurückgegriffen.
Mich fasziniert ja immer wieder, wie unterschiedliche Stoffe ganz andere Optiken bei gleichem Schnitt fabrizieren: Der wollige Stoff fällt sehr viel gefälliger als der bei der hellen Version verwendete Cord.


Bei der hellen Hose schrieb ich " macht einen Tausendtalerpferdpo " . Hier bin ich mit der Rückansicht zufrieden :)


Was ich sehr interessant und im Gegensatz zu anderen ausprobierten Schnitten schmeichelhafter finde: "Caro" hat etwas nach vorn verlegte Seitennähte. Kann man auf dem obigen Foto an den Taschen erkennen, denn die sitzen in der Naht.
Zum Schluss noch zwei Details:


Der Stoff ist von Nahem nämlich wirklich schön.

Und noch etwas Schmückendes, was ich in Amsterdam fand:


Der kleine Ansteckhummer ist handgemacht mit einer alten Sticktechnik namens Kantille, über die ich schon hier bei Frau Nahtzugabe völlig begeistert gelesen hatte. Klar, dass ich das Tierchen mitnehmen musste...
Nun aber rasch zum MMM Blog und schauen, was die anderen " Memädel " heut so tragen.
Petra vom Blog Prinzenrolle begrüßt uns jedenfalls mit Lieblingskleidung, die ihr sehr gut steht.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Herbstjacken Knit Along 2. Zwischentreffen

Hui, die Zeit fliegt mal wieder. Und schon wieder reihe ich mich hier

Herbstjacken-Knit Along

auf den allerletzten Dücker ein...
So weit bin ich bis jetzt:



Ich stricke meine Jacke von unten nach oben und bis zum Armausschnitt in einem Stück.Das spart schon mal die Seitennähte. Das Muster an beiden vorderen Seiten hat dafür gesorgt, dass mir bei den anfangs recht langen Reihen nicht sofort langweilig wird. Danach kommt ein bisschen eine Durststrecke: glatt rechts und lange Reihen bis zum Arm.
Dann teile ich meine Jacke in drei Teile und stricke zuerst das Rückenteil, die Vorderteile sind auf Fäden stillgelegt.




Im oberen Rückenbereich pflanze ich auch noch mal gegen die Langeweile des glatt rechts strickens ein Blümchen...

Ich bin nicht vollkommen zufrieden: Erstens werde ich nicht zum Finale fertig werden.    Zweitens ärgert mich die Lana Grossa Wolle tatsächlich wegen des ungleichmässigen Maschenbildes.    Drittens hab ich mal wieder Garn nach Farbe gekauft und nicht beachtet, dass ich eigentlich ab Nadel Gr 4 nicht mehr wirklich gern und komfortabel stricke. Es strengt mich an, weil meine Gelenke und Hände nach relativ kurzer Strickzeit schmerzen.Genug gemenetekelt!
Ich werde die Jacke auf jeden Fall beenden, weil sie ja so schön zu dem Afrikastoff vom Sohn aus London passt. Aber ich fürchte, das wird frühestens was zum Finale der Herzen...
Zum Zusammennähen: Bei den Ärmeln möchte ich gern die von Sylvia beschriebene Häkeltechnik ausprobieren, Seitennähte entfallen, und Schulter und Armloch werde ich wie gewohnt unter Fluchen mit dem Matratzenstich verbinden. Wie weit die anderen Stickerinnen sind könnt ihr hier sehen.
Auch wenn ich jetzt im letzten Abschnitt gemeckert hab, gemeinsam so ein Herbstjäckchen stricken macht Spass! Vielen Dank an Martina und Sylvia fürs Hosten und Organisieren!!

Montag, 3. Oktober 2016

Erste Zwischenergebnisse Herbst JackenKnitAlong

Beim Treffen mit den ersten Zwischenergebnissen auch interessante Fragen zu beantworten, die frauenoberbekleidung und die luise gestellt haben , finde ich klasse. Ich bin sehr gespannt, was ich dann heut Abend alles von den Mitstrickerinnen hoffentlich erfahre...

Hier also zunächst meine Antworten, bevor ich dann auch tatsächlich ein bisschen Gestricktes zeigen kann:


1. Wie lange strickst du schon ?

   Oh mein Gott, diese Jahresanzahl hört sich schrecklich an, so als wär ich bereits ne Mumie: Seit ca 50(!!!)   Jahren. Allerdings haben die Nadeln und das Garn zwischendurch bestimmt 15 oder 20 Jahre brach gelegen.

2. Wer hat dir das Stricken beigebracht ?

   Haha, das hat die Lehrerin in der Schule versucht. Klassischer Handarbeitsunterricht an einer Mädchenschule... Ging voll daneben. Ich habe Stricken und Nähen gehasst! Ok. Die Grundbegriffe sind wohl hängen geblieben.

3. Kannst du dich an dein erstes Strickstück erinnern und was war es ?

  Das erste Stück was ich dann Jahre nach dem schulischen Zwangsunterricht wirklich mit Hingabe gestrickt habe war ein Pulli aus der von mir damals sehr geliebten "Brigitte". Er war pink mit Silberlurex und passte eigentlich überhaupt nicht, aber ich war mega stolz auf mein Werk. Und freiwillig strickte ich dann immer weiter.

4. Wie alt ist das älteste Strickstück, welches du noch besitzt? Hast du ein Foto davon?
  Der älteste noch vorhandene Pulli ist wohl dieser


Ich schätze, er hat ca 30 Jährchen auf dem Buckel, aber ich hab es nie fertig gebracht ihn zu entsorgen, weil ich ihn seinerzeit so geliebt habe, und weil er aus gutem Garn war und so ein zeitloses Muster hat. Gestrickt entweder nach einem Muster aus  "Carina" oder "Verena" . Er ist riesig, hat riesige Schultern. Vielleicht ist er aber schon im kommenden Winter wieder tragbar, ich hab gesehen, dass es jede Menge Oversize Strick gibt.

5. Wird bei dir in der Familie gestrickt ?

  Joaaa!! Mama strickte, Schwiegermama strickte, Schwägerin strickt. Tochter, und Freundinnentochter hab ich inzwischen auch überzeugt, dass das eine feine Sache ist ;)

6. Strickst du nur für dich oder auch für Andere ?

  Ich bin da vorrangig egoistisch... Für Babys aller guten Freunde und inzwischen auch für die Babys der Kinder der guten Freunde strickte und stricke ich gern (einmalig, als Geschenk zur Geburt). Für den Lieblingsmann hab ich mehrere Anläufe genommen, bin aber jedes Mal gescheitert....

 7.Wie reagiert deine Umgebung auf dein Hobby ?

  Meine nächste Umgebung kennt mich nicht anders als strickend. Immer schon.
 Ansonsten löst das meistens Bewunderung aus: "Echt, das ist selbst gestrickt?" oder Aussprüche wie "...das sieht so gemütlich aus, wie Du da sitzt und strickst" .
 Ausserdem hat es 4 Freundinnen dazu gebracht, es auch einmal zu versuchen,und wir treffen uns ziemlich regelmässig zum "Strickliesln" ( und ich habe die Ehre zu sagen, dass beim Strickliesln auch Frau Kirsche und die Luise dabei sind :)  ) 

8. Hast du Lieblingswolle oder Lieblingsnadeln ?

 Bis vor ca 1 Jahr hätte ich spontan geantwortet: Ja, die Merino Garne von Lana Grossa. Ich habe allerdings  den Eindruck, dass die Garne inzwischen so auf die schöne weiche Haptik fürs Kaufen getrimmt sind , dass sie sich nicht mehr so gut verstricken lassen. Ich merke das , wenn ich Garne derselben Qualität aus meinen Lagerbeständen mit neu gekaufter vergleiche.Genauso empfinde ich das bei meinem Sommergarn Favoriten "Elastico", auch hier fühlt sich das Garn zunehmend softer und schöner an, verstrickt sich aber lange nicht mehr so schön. Schade! 
Neues Lieblingsgarn könnte "Madelinetosh" werden. Leider sündhaft teuer, aber allemal die Sünde wert, wenn ich bedenke, wieviel Stunden ich verglichen mit Kino oder Shopping mit dem Garn verbringen kann.Ausserdem verstrickt es sich traumhaft.

Nadeln: Hmmm. Als die ersten knitpro Holznadeln zu uns kamen war ich total begeistert. Inzwischen denke ich, jedes Garn und vor allem meine lockere Strickweise lieben verschiedene Nadeln, manchmal stricke ich lieber mit den glänzenden alten Metallnadeln. Aber never ever mit Plastiknadeln oder diesen merkwürdigen hellgrauen, aus welchem Material auch immer sie sind.

Sooo, langer Vorspann, nun zum Hauptfilm:
Aus rein praktischen Gründen hab ich mich für die rote Wolle entschieden.


Bis hierhin bin ich mit 100g gekommen.

Das Muster stammt übrigens von hier, und ich habs auch schon bei dieser Jacke ausprobiert.

Mein jetziges Garn ist etwas dicker, ich finde die Blumen im dünneren Garn schöner. Diesmal hab ich wie in der Anleitung vorgesehen die vordere Blume als die grössere genommen.
Nachdem ich zwischendurch Bammel hatte,das Ganze könnte zu gross werden wie mein letztes Projekt ( nicht gezeigt, nur einmal getragen), hat sich beim Messen gezeigt, dass das alles wohl hinkommt.

 Ich stricke ja schon lange nicht mehr direkt nach Anleitung. Ich habe durch das Stricken mehrerer Vintagepullis gesehen, welche Länge/Breite zu meinen genähten Röcken und Kleidern passt. Daran kann ich mich orientieren. Lediglich für die Armausschnitte und die Armkugel richte ich mich nach 2 Mustern von Kim Hargreaves ( je nach MaPro).

A propos: Luise fragte im letzten Post, ob eine gemacht wird: JAAAA, IMMER!!! Ich lasse sonst gern fünfe gerade sein, aber seit mir aufgegangen ist, dass bei 20 Maschen pro 10cm eine Abweichung von nur einer Masche bei einem Strickstück von ca 85cm Umfang eine Differenz von ca 5cm entsteht, und das kann sehr wohl über" Sack" oder "nicht Sack" entscheiden,seitdem mache ich immer eine Mapro.
Und seit es eine Vielfalt von Nadeln gibt, probier ich auch aus, welche Nadel zu welcher Wolle am besten passt.
Ob ich meine Jacke bei dem sportlich vorgegebenen Timing rechtzeitig fertig kriege weiss ich nicht . Da ist  a) der Stolperstein, dass die dickere Wolle meinem Daumen und dem Handgelenk nicht so zuträglich ist , b) bin ich in dieser Woche 5 Tage unterwegs und werde nicht zum Stricken kommen, c)  erscheint Ende der Woche der erste Teil von Stephen Wests neuem Tuchprojekt, das könnte mich ev. ablenken ...
Junge Junge, soo viel Geschriebenes hats hier schon lang nicht mehr gegeben. Glückwunsch, wenn Ihr beim Lesen durchgehalten habt!
Alle anderen Strickerinnen , die Euch wahrscheinlich  nicht so endlos zutexten könnt Ihr hier verfolgen


Mittwoch, 21. September 2016

MMM am 21.9.

Guten Morgen , heut auch auf dem MMM Blog als Gastgeberin.


Morgen ist kalendarischer Herbstanfang. Deshalb gibt's heut bei mir noch ein letztes Mal Blumen. Herbstblumen.


Als ich mir Gedanken zu diesem Post machte fiel mir auf, dass ich offensichtlich dann, wenn die Natur ihr Blühen und Grünen einstellt auch bei meiner Kleidung zu blühen aufhöre.
 Während ich für Frühjahr und Sommer gar nicht genug an Farbe und Mustern kriegen kann wird es ab Herbst zunehmend trister und es gibt nur noch uni oder maximal etwas kariertes. Hmmm, da sollte ich vielleicht mal was dran ändern...
Heut also nochmal Blumen, aber schon sehr gedeckt.  Und in einer Farbe die ich ungefähr 3/4 meines Lebens als keine Farbe für mich angesehen habe: Blau.


Als ich den Stoff auf dem Markt kaufte gefielen mir Muster und Struktur so gut. Leider keine Naturfaser, aber der Stoff hat einen tollen schweren Fall. Tja, und dann lag der Stoff im Lager...
Das Tolle am Nähen und der Nähcommunity ist ja, dass es tatsächlich manchmal den Horizont erweitert. Frau schaut auch mal über den Tellerrand hinaus. Und so kam nicht nur die Farbe Blau sondern auch der Faltenrock in meine Welt. Bis dato hätte ich strikt gesagt, nein danke, ich bin schon alt genug, ich brauch nicht auch noch nen Faltenrock;)
ABER :  Letzten Mittwoch zeigte Nina von Kleidermanie einen wunderschönen Waxprintrock mit Falten - das war genau der Schnitt, den mein Stoff brauchte, und auf den er seit ca 2 Jahren im Stofflager wartete.
Und Röcke sind ja immer ein schnelles Erfolgserlebnis.
Also Fashion Style 3/2015 gesucht, gefunden, Schnitt kopiert, zugeschnitten, genäht, glücklich!
Allerdings sollte ich mir endlich mal merken, dass Knip/ Fashion Style mir in Gr.40 passt, und ich nicht in der Taille überall 1cm zugeben muss, die ich dann anschliessend wieder wegnähe....


Und ich hatte auch bereits das passende Jäckchen im Schrank!
Einziges Manko: Der Saum - der Stoff "springt", also er ist nicht schmiegsam, oder wie soll man das erklären? Jedenfalls hat er sich geweigert, ordentlich gesäumt zu werden.

Aber damit kann ich ziemlich gut leben.



Freitag, 16. September 2016

Herbstjacken Knitalong

So, jetzt reihe ich mich endlich auch bei Luise und Sylvia ein, zum gemeinsamen Stricken und Fachsimpeln.


Und ich muss gleich zu Anfang sagen, ich hab Wolle, ich hab Ideen, aber ich bin dennoch total zwischen "Baum und Borke" wie man so sagt:
 Garn und Idee Nr1:


Ein schönes warmes meliertes helloliv.
Daraus könnte ich mir ein remake meiner Lieblingsjacke vorstellen, denn die ist vom vielen Tragen inzwischen etwas "abgeliebt".


 Idee Nr2 : Schön finde ich auch das Muster von der Maschenprobe:


Das könnte ich mir als Bordüre am Saum und am Ärmelabschluss vorstellen.Allerdings eher in umgekehrter Richtung, nämlich so.


Nur weiss ich grad überhaupt nicht, wie ich das Muster sozusagen verkehrtrum umrechnen sollte. Hmmm.

 Dann sind da noch diese 2 Garne und ein besonderer Stoff:


Mein Sohn brachte mir von seinem 3 monatigen Praktikum aus London diesen Stoff mit. In natura sind die Farben sehr viel weicher und schöner! Daraus hätte ich gern einen Rock, und der braucht natürlich dringend auch ein wärmendes Jäckchen;)
Das dunklere rot hat eine wunderbare Zusammensetzung ( 80Wolle,10 Kaschmir, 10 Poly) eine super Lauflänge (320m) und ein schönes Maschenbild.
Nur befürchte ich, dass da auch das Finale der Herzen nicht als Fertigstellungstermin reichen würde, sondern eher ein KnitAlong im nächsten Jahr....

So, nachdem ich gestern mit der Luise beim Strickkränzchen fachsimpeln konnte, wird die Entscheidung wohl für das hellere rot fallen. Und zu dem Blattmuster des Stoffes würde das Muster des abgeliebten Jäckchens passen.
Das grüne Garn kommt dann halt in die Warteschleife, und vielleicht läuft mir bis dahin ja auch noch eine Vorlage für ein Bordürenmuster über den Weg.
Nun freu ich mich auf gemeinsames Werkeln und Austauschen.

Donnerstag, 8. September 2016

Mein neues Lieblingskleid

Ich möchte heut hier mal Werbung machen, und zwar aus vollem Herzen weil ich richtig richtig begeistert bin.
Meike von crafteln.de fragte mich, ob ich Lust habe einen der Schnitte gratis zu testen, die es ab heute 8.9. 2016 in Ihrem brandneuen  shop.crafteln.de zu kaufen gibt.
Ich bin immer für neue, schöne Schnitte zu haben ;)
 In diesem Fall handelt es sich aber um Besonderes: Die Kleider, Röcke und Mäntel der Designerin Lindy Stokes sind unter ihrem Label Stokx in Berlin schon zigfach verkauft worden. Die Schnitte sind dementsprechend mehr als erprobt.Und nun können wir genau diese Schnitte selber nähen. Wie toll ist das?
Ich nahm Meikes Angebot also gern an, und nähte das "Knitterkleid". Hier könnt ihr die wirklich schönen Schnittdetails sehen :  "Knitterkleid"
Ich fluchte beim Zusammenkleben der Schnittteile. Aber DANN: Was für ein Kleid!!! Sieht gut aus, schmeichelt der Figur, ist hundert Prozent bequem und liess sich wegen der wirklich absolut professionellen Schnitte wunderbar nähen. Ich trug es bei mehr als 30 Grad, fühlte mich super angezogen und dennoch hatte ich das Gefühl, es umweht mich nur ein Hauch von Kleid!
So sieht es aus:


Da ich so schnell wie ich nähen wollte keinen im Schnitt vorgesehenen uni Batist zur Hand hatte nahm ich einen gemusterten. Das Kleid sieht auch ungeknittert wunderbar aus!
Ich habe Gr.2 genäht und nichts geändert.

Claudia von Bunte Kleider hatte den gleichen Schnitt auch "in der Mache" und testete Waxprints. Da war ich ja hellauf begeistert.
Und ja, der Schnitt funktioniert auch wunderbar mit den afrikanischen etwas steiferen Stoffen:


Andere Optik, aber genauso schön. Ich habe bei beiden Kleidern den schönen Wasserfallkragen aus Stoffmangel weglassen müssen. Der rohe V- Ausschnitt, in den der Kragen eingesetzt werden sollte ist aber m.E. auch so sehr schön ( Ich habe zum Versäubern einen Beleg gebastelt)

Bei beiden Kleidern war ich kurz versucht, die Mittelnaht beim Vorderteil zu nutzen, um etwas mehr anzupassen. Beim blaugemusterten  Kleid habe ich mich nach kurzem Probetragen dagegen entschieden: Der Schnitt ist so wunderbar lässig, das sollte so bleiben.
Beim Waxprint hab ich wegen der Steifigkeit in der vorderen Mittelnaht zu beiden Seiten 1 cm weggenommen.




Hier in der Seitenansicht sieht man, dass das Kleid den weiblichen Körper quasi umfliesst. Nichts engt ein,  aber die Silhouette bleibt schlank.
Das kommt auch wegen des schrägen Zuschnitts. Dadurch ist das ganze figurnah, aber mega bequem. Und hier möchte ich dann dem Schnitt ein besonderes Lob aussprechen: Alles was ich jemals an Kaufmode probierte was schräg geschnitten war, das umschmiegte mich eng an genau den Stellen wo wir das gar nicht haben wollen....
Auch sehr schön: Der geschwungene Saum - an den Seiten kürzer, hinten einen Hauch länger als vorn. Erinnert mich ein wenig an die männlichen Frackschöße.

Also ich bin wirklich schwer verliebt in diesen schnörkellosen aber dennoch sehr raffinierten Schnitt, der sich trotz mehrerer Schnitteile ohne "Burda Chinesisch" und ohne "Häh, wie soll das denn gehen ?" vernähen lässt.

Als Gadget hab ich nun noch mit beiden Kleidern ein bisschen rumgespielt:
Das blaue zarte lässt sich vermutlich auch noch gut in den frühen Herbsttagen tragen, denn da passt wegen des Stoffes gut ein kurzes Jäckchen drüber.






 

 Beim Afrikanischen passt stilistisch leider keins von meinen Jäckchen, aber dafür lässt es mit Gürtel noch eine andere Stylingvariante zu.
Weil ich mich nach dem Sommer keinesfalls von diesem neuen Lieblingsschnitt wieder verabschieden will hab ich schon einen herbsttauglichen nicht kratzigen Stoff bestellt. Stay tuned :)